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Die elegante und harmonische Stadt erstreckt sich am
Arnoufer entlang. Sie wird von einer Hügelkette umrahmt,
die dem Panorama ein gewisses Know How gibt. Einzigartig in
der Welt, dank ihrer monumentalen Bauwerke und der raffinierten
Eleganz des Straßennetzes, wird sie auch die Stadt der
Lilie genannt. Heute noch ist das Gefühl der Renaissance
spürbar. Gleichzeitig lebt heute noch der Charakter seiner
Einwohner, die verschlossen und doch unternehmungslustig sind
und auf der anderen Seite gerne ihre Zeitgenossen auf den Arm
nehmen. Auch heute noch erlebt man den florentinischen Stolz,
der aus der Vergangenheit basiert. Aus den florentinischen Vororten,
den lebhaften Märkten der Stadtviertel und aus den Werkstätten
der Handwerker kamen die berühmtesten Persönlichkeiten
hervor. Diejenigen, denen es gelang, den Zünften Glanz
und Berühmtheit zu verschaffen. Hier beschränken wir
uns darauf, einige Tipps zu geben, in der Hoffnung, dass Sie
diese befolgen. |
Entdeckungsreise durch die Stadt
Erste Route:
Domplatz, San Lorenzo, und die Medicikapelle
Zweite Route:
Via de' Calzaioli, das Bargellomuseum, die Piazza della Signoria, der Palazzo Vecchio, die Uffizien |
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Ein wenig Geschichte....
Genaue
Notizen über den Ursprung der Stadt hat man nicht, aber
man nimmt an, dass die ersten Niederlassungen auf das 3. und
2. Jahrhundert v. Chr. zurückzuführen sind, als
sich einige italische Völker in die Arno-Ebene ansiedelten.
Jedoch Ende des Jahrhunderts verschwanden sie wieder, höchstwahrscheinlich
von den sich ausbreitenden Etruskern verscheucht, welche die
Hügel von Fiesole bewohnten, von wo aus sie das Mugnone-Tal
beherrschten. Zwischen dem 3. und Jahrhundert v. Chr. leiteten
die Römer die Eroberung des florentinischen Gebietes
an, indem sie dieselbe befestigte Kleinstadt Fiesole und weitere
etruskische Siedlungen ausnutzten.
Im Jahrhundert v. Chr. gründeten die Soldaten von Caesar
Florentia, welches sich zu einem wichtigen Handels- und Militärknotenpunkt
entwickelte. Auf Grunde ihrer zentralen Lage verwandelte sie
sich zum Kreuzweg von großer strategischer Bedeutung.
Während dieser Zeit bereicherte sich Florenz mit römischen
Monumenten und das noch heute existierende, ganz regelmäßige
Straßennetz im Kern der Innenstadt, um die heutige Piazza
della Repubblica.
Mit
dem Niedergang des Römischen Reiches und der Ankunft
der Barbaren, erlitt Florentia das gleiche Schicksal wie andere
italienischer Städte; sie wurde besetzt und ausgeplündert,
musste Epidemien und Zeiten der Hungersnot überwältigen.
Dadurch erreichte die Stadt den historischen Tiefpunkt an
Bewohnern und wurde von den Byzantinern zu einer Art von verschanztem
Militärstützpunkt deklassiert. Erst mit der Ankunft
der Longobarden, die den Sitz des Markgrafen von Lucca nach
Florenz versetzten, wurde die Besserung der wirtschaftlichen
Verhältnisse und die Wiederaufnahme des Handels der Stadt
in Gang gebracht, eine Zeit des Wohlstandes, die noch lange
anhielt.
Im Frühmittelalter, mit dem Wirtschaftsaufschwung der
Stadt Florenz, gewann auch die Militärherrschaft ihre
vorrangige Position. Nach bitteren und blutigen Kämpfen,
erhielt sie auch ihre politische Wichtigkeit über die
Toskana. Der ständige Krieg gegen andere Städte
der Toskana begünstigte die Konsolidierung des Wirtschaftsaufschwungs
von Florenz. Ebenso wuchs die Produktion der Handwerker, begünstigt
durch die Gründung der 21 Zünfte und wachsenden
Finanzmacht der Bank.
Die
bitteren Familienkämpfe zwischen den Ghibellinen und Welfen,
die schon immer emblematisch für den parteiergreifenden Geist
der Florentiner waren, begünstigten die welfische Partei.
Anlass dafür war Mathilde von Canossa, die sich auf die Seite
des Papstes Gregor VII schlug und sich dadurch in Streitigkeiten
mit Heinrich IV begab. Nachdem die welfische Partei sich verstärkt
hatte, wurde die florentinische Republik gegründet, welche
die Regierung der Stadt den Konsuln anvertraute. Sie wurden
von dem bürgerlichen Rat und dem Parlament unterstützt. Dies
war eines der ersten Beispiele der zivilen und demokratischen
Institutionen in Europa. Das mittelalterliche Florenz wurde
durch blutige Auseinandersetzungen zwischen Welfen und Ghibellinen
gekennzeichnet. Anlass dafür waren die Streitigkeiten zwischen
dem Papst- und Kaisertum. In dieser Zeit gewann die Stadt
über das ganze toskanische Territorium an Überlegenheit. Auf
diese Art unterwarf sich Arezzo, Lucca, Pistoia, Siena, Poggibonsi
und Volterra. Im 14. Jahrhundert wurde die florentinische
Macht sowohl durch die Luccheser in Altopascio als auch durch
die Pisaner in Montecatini geschwächt. Das darauffolgende
Jahrhundert brachte Florenz auf den Höhepunkt, dank dem Aufstieg
und der Festigung einer neuen Dirigentenklasse. Das Jahrhundert
war durch die Familie der Medici geprägt, deren Ursprung in
der unternehmenslustigen florentinischen Bankierklasse zu
suchen ist. Hier wusste man die günstigen wirtschaftlichen
Zeiten der Stadt zu fördern. Mit den Medici stieg Florenz
zur Hauptstadt der Künste auf. Unter ihrer Leitung blühten
die Malerei, Bildhauerei, Literatur und die Musik. Die Stadt
ereichte eine kulturell leitende Position, die von niemandem
mehr gestrichen werden sollte. Nach dem Tod der letzten Medici,
Anna-Maria Luisa, ging Florenz an die Habsburger-Lothringer
über. Anschließend folgte das Erscheinen Napoleons und der
Anschluss an das italienische Königsreich. Die Bomben des
letzten Weltkrieges haben das historische Zentrum der Stadt
nicht verschont und 1966 wurde Florenz von der schlimmsten
Hochwasserkatastrophe des Arnos heimgesucht. Ursache dafür
war eine fürchterliche Mischung aus unglücklichen Umständen
und unverantwortliches Verhalten. Die Stadt wurde von den
Fluten überwältigt und erschüttert. Die historischen Kunstschätze
erlitten unschätzbare Schäden. 1993 wurde durch ein Attentat,
welches der Mafia zugeschrieben wird, der Sitz der Accademia
dei Georgofili zerstört und die Uffizien schwer beschädigt.
Um es kurz zu sagen, wurde Florenz des öfteren schwerst getroffen,
aber niemandem ist es jemals gelungen,die Florentiner zu beugen
und schon gar nicht sie zu entmutigen. Dank ihrer Tatkraft,
die schon immer ihre Stärke war, ist es ihnen gelungen, der
Stadt ihren alten Glanz wieder zu geben. Auch dieses Mal haben
die Florentiner bewiesen, dass sie sich von der Gewalt nicht
unterdrücken lassen, um die Schönheit und die Kunstwerke weiterleben
zu lassen.
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