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Die Kunststadt >> LUCCA
 
Entdeckungsreise durch die Stadt
Ohne Zweifel fängt der Stadtbesuch bei der eindrucksvollen Stadtmauer an, die dem Besucher einen schoenen Überblick über die ganze Stadt schenken.
Römisches und mittelalterliches Lucca
 
 
Die erste Stadtmauer, von der recht wenig erhalten geblieben ist, stammt aus der römischen Zeit, waehrend die zweite zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert realisiert wurde. Der dritte, noch heute sehr gut erhaltene Mauerring wurde aus militärischen Gründen erbaut, d.h. um sich vor der Besetzung von umliegenden Mächten zu schützen. 1544 begann man mit dem Bau, aber erst nach einem Jahrhundert wurde die Mauer fertiggestellt. Nachdem die Stadtmauer erfolgreich als Abwehr gedient hatte, wurde sie unter den Bourbonen zu einerö ffentlichen Promenade umgewandelt und mit Bäumen umgeben, die noch heute dort wachsen. Nach dem Spaziergang auf der Stadtmauer kann man zum Duomo di San Martino gehen, der eine herrlich dekorierte Fassade aus dem 13.Jh. aufweist. Die Kirche uralten Ursprungs wurde im 8. Jahrhundert zur Kathedrale: sie beherbergt eine Holzskulptur des Heiligen Angesichts (Volto Santo) sowie das herrliche Grab von Ilaria del Carretto, ein Meisterwerk von Jacopo della Quercia. Die Kirche Chiesa di San Giovanni e Santa Reparata ist ebenfalls einen Besuch wert. Sie erstrahlt heute im Stil des 17. Jahrhunderts, auch wenn sie mittelalterlichen Ursprungs ist. Juengste archäologische Ausgrabungen an der Chiesa San Giovanni haben ihren byzantinischen Stil zum Vorschein gebracht, auch wenn einige Experten einen heidnischen Ursprung annehmen. Der Besuch Luccas geht weiter zur Piazza Napoleone, auch Piazza Grande genannt, dem Herzen der Stadt. Dieser Platz wurde im 19. Jahrhundert geplant und realisiert: an dem mit Bäumen bepflanzten Platz befinden sich verschiedene Verwaltungsgebäude, Symbole der Gemeindeaktivitaeten. Nicht weit entfernt von der Piazza Grande steht das Amtsgericht, das im 16. Jahrhundert vollendet und im darauffolgenden Jahrhundert mit einer Uhr, die sich heute noch auf der Fassade befindet, verziert wurde. Die Loggien und die Feinarbeiten aus einem besonderen Stein auf den verputzten Wänden, schenken dem Palazzo Pretorio seine schlichte Eleganz. An dem Platz, auf dem sich einst das Forum Romanum befand, steht heute die wunderschöne Kirche San Michele in Foro, die im Laufe des 14. Jahrhunderts auf einem bereits bestehenden Bau des 8. Jahrhunderts fertiggestellt wurde. Die Fassade ist durch vier Anordnungen von Loggien und einen schönen Glockenturm verziert. Im Inneren werden einige wertvolle Keramiken von Andrea Della Robbia, ein Kruzifix aus dem 13.Jh. und ein Gemälde Filippo Lippis aufbewahrt. Die Entdeckungstour durch Lucca geht weiter zur Kirche San Paolino, einem Gebäude aus der Renaissance, dessen Projekt von Baccio da Montelupo aus dem 16. Jahrhundert stammt. Die Kirche hat eine wunderschöne, mit weißem Marmor verkleidete Fassade und im Inneren werden zahlreiche Kunstwerke aufbewahrt. Auch die berühmtesten Gebäude Luccas sind einen Besuch wert, wie z.B. der Palazzo Mansi, ein aristokratischer Wohnsitz des 16. Jahrhunderts, der in den sechziger Jahren vom Staat erworben wurde und heute eins der wichtigsten Museen der Stadt beherbergt. Die monumentalen Wohnräume mit ihren Originaleinrichtungen und wunderschönen Fresken sind erhalten geblieben. Nennenswert sind die flämischen Fresken aus dem 17. Jahrhundert im "Saal des Brautpaars". Palazzo Mansi ist Sitz der Pinacoteca Nazionale, die viele Meisterwerke wie z.B.das Gemaelde "Ritratto di gentiluomo" von Tintoretto und "Portrait von Alessandro de' Medici" von Pontormo enthaelt. Sehr originell sind die Seidenkollektion aus Lucca und die Kostümkollektion aus dem 18. und 19. Jahrhundert im Palazzo Pfanner, einem schönen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Hier kann auch der bezaubernde italienische Garten mit seinen zahlreichen Statuen besucht werden. Der Rundgang durch die Strassen von Lucca endet in der Basilika San Frediano. Der faszinierende Bau stammt aus dem 12. Jh. und wurde auf den Resten eines frühchristlichen Tempels, die heute noch zu sehen sind, errichtet. Die Basilika hat im Laufe der Jahrhunderte einige Veränderungen erfahren. Die bedeutendste Verwandlung wurde im 13. Jahrhundert mit der Fertigstellung des prachtvollen Mosaiks zur Verschönerung der Fassade vorgenommen. Die Kirche enthält einige sehr wertvolle Werke, wie das Meisterwerk von Jacopo della Quercia - das Polyptychon aus Marmor am Altar der hinteren Kapelle. Der Körper der Heiligen Santa Zita wird in der ihr gewidmeten Kapelle aufbewahrt.
 






















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