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Entdeckungsreise durch die Stadt
Der
erste Rundgang durch Pisa beginnt im Stadtkern am Domplatz,
bei den
Italienern besser bekannt als Piazza dei Miracoli, der Platz
der Wunder. |
Ein alternativer Rundgang |
| Die Umgebung von Pisa |
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Hier befinden sich die repräsentativsten
Monumente: Der Dom, die Taufkapelle, der schiefe Turm von Pisa
und der monumentale Friedhof. Zur Verwirklichung dieser Monumente
haben ihre genialen Architekten den neuen pisanisch-romanischen
Stil entwickelt. Mit ihrer Schaffenskraft und Originalität
wollten sie die künstlerische Ausdruckskraft der Tradition
erneuern. In der Tat entsteht der pisanisch-romanische Stil
aus verschiedenen Stilrichtungen, eine Mischung aus Formen und
Ornamenten der roemischen Basiliken, aus architektonischen und
ornamentalen Ausgangspunkten der islamischen Tradition, sowie
ein Wiederaufkommen der Marmors als bevorzugtes Material. Vom
11. bis zum 13. Jahrhundert war dieser Platz eine der größten
Baustellen Europas. Die Kuenstler, die an der Verwirklichung
dieses monumentalen Komplexes arbeiteten, hinterließen
ihre Spuren auch an vielen anderen Gebäuden der Stadt.
Somit sind auch diese Bauten wertvolle Zeugnisse der damaligen
Revolution im Bereich der Architektur, Malerei und Bildhauerei.
Piazza dei Miracoli
Der Dom von Pisa wurde Ende des 11. - Anfang des 12. Jh.s erbaut
und im 17. Jh. wegen eines schrecklichen Brandes vollkommen
restauriert. Die wunderschöne Fassade ist mit vier verschiedenen
Arten von Loggien versehen und mit Säulen und Statuen verziert.
Herrlich sind auch die von Portigiani erstellten Bronzepforten,
die mit Reliefs der Schüler Giambolognas versehen sind.
Auch die Seiten des Doms sind von Arkaden gekennzeichnet. Seine
Kuppel verrät den islamischen Einfluss. Das Innere ist
nach der Form eines lateinischen Kreuzes angelegt und wirkt
erhaben und imposant wirkt. Dieser Eindruck wird durch die fünf
Kirchenschiffe, die unvergleichbare Kassettendecke, die geometrische
Bewegung der Intarsien und der Fußböden verstärkt.
Die blinden Bögen charakterisieren das Baptisterium, ein
erhabener romanischer Bau mit rundem Grundriss, einer Reihe
eleganter Fenster mit Bioforenöffnung, die mit orientalisch
erscheinenden Elementen verziert wurden, der Kalotte und der
darueber stehenden Bronzestatue von Johannes dem Taeufer. Das
Baptisterium wurde von Diotisalvi, dem Entwerfer, und von Andrea
Pisano zwischen 1152 und 1260 realisiert. Der schiefe Turm von
Pisa ist eines der berühmtesten Symbole
der italienischen Kunst. Beeindruckend ist der Stil, der konsequent
eingehalten wurde, sowie die Bauperfektion. Der Turm wurde zwischen
dem Jahre 1173 und der Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut: als
man beim dritten Stockwerk angekommen war, mussten die Bauarbeiten
unterbrochen werden, da die Struktur nachgab und der Turm anfing
zu kippen. Die Bauarbeiten wurden im Jahre 1275 nach dem ursprünglichen
Bauplan wieder aufgenommen. Im Laufe der letzten 800 Jahre kippte
der Turm ungefähr 2,5 Meter - Besuchern durften den Turm
nur im Abstand von 40 Minuten betreten. Nicht mehr als 40 Personen
duerfen zusammen auf den Turm. Es wurden Stahlseile angebracht
und die Fundamente der intakten Seite wurden ausgehoben, um
ein weiteres Kippen zu verhindern. Der Camposanto Monumentale
ist eine lange Mauer aus Marmor, die die Piazza dei Miracoli
auf der linken Seite begrenzt. Sie wurde im 13. Jahrhundert
errichtet und enthaelt gotische Elemente auf dem romanisch-pisanischen
Grundriss, die sehr deutlich im Kreuzgang zu erkennen sind.
Der Legende nach soll der Kreuzgang das Heilige Land umschliessen,
aus dem etwas Erde während der Kreuzzüge des 13.Jh.s
von der pisanischen Flotte hierher gebracht worden sei. Die
Wände waren ursprünglich vollständig mit Fresken
verziert, sind aber während des Zweiten Weltkrieges leider
zum groessten Teil den Bomben zum Opfer gefallen. Die Skizzen
und Entwuerfe der Fresken werden heute im Museum der Synopien
ausgestellt, das sich im ehemaligen Krankenhaus Nuovo della
Misericordia befindet. Um den Rundgang zu beenden, könnte
man das Dommuseum besuchen, das sich im ehemaligen Kapuzinerkloster
befindet. Hier werden Holzeinlegearbeiten, Kircheninventar,
archäologische Funde, Reliquiarien und wertvolle Gemälde
aufbewahrt. Verlässt man die Piazza dei Miracoli, kommt
man auf der Via della Faggiola zur Piazza dei Cavalieri, die
von Giorgio Vasari auf
Wunsch der Familie Medici in einen grossartigen Platz verwandelt
wurde, auf dem der Ritterorden des Heiligen Stefans gefeiert
werden sollte. Vasaris Eingriff erkennt man vor allem am Palazzo
della Carovana, auch Palazzo dei Cavalieri genannt, der 1562
vollendet wurde. Auch die kleine gleichnamige Kirche mit ihrer
eleganten Marmor- und Ziegelsteinfassade geht auf Vasari zurück.
Der Palazzo dell¹Orologio war ursprünglich das Krankenhaus
des Ritterordens. In der Vergangenheit wurde es berühmt,
da Dante Alighieri im XXXIII Gesang der Hölle die Geschichte
des Grafen Ugolino erzählt, der im Turm "della Muda"dem
Hungertod erlag. Geht man die Via San Francesco entlang, trifft
man auf die gleichnamige Kirche und den Palast der Fruehrenaissance,
in dem sich heute die berühmte Universität von Pisa
befindet. Sie ist eine der ältesten Italiens und seit dem
12. Jahrhundert aktiv. Von hier aus erreicht man das Arnoufer
Pacinotti mit den schoenen Herrenhaeusern, wie zum Beispiel
Palazzo Reale und Palazzo Agostini. |
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