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Die Kunststadt >> SIENA
 
Entdeckungsreise durch die Stadt
Der erste Rundgang, um eine der an Geschichte und Kunst reichsten Städte zu entdecken, beginnt an der Piazza del Campo, dem Wahrzeichen Sienas, und fuehrt zum Dom.
Stimmungen aus der vergangenheit
Siena elegant und herrschaftlich
Der Palio von Siena
Süssigkeiten aus Siena
 
Die Piazza del Campo, antiker Stadtkern und Mittelpunkt aller Aktivitaeten, liegt auf den Resten des römischen Forums. Es handelt sich um einen weiten offenen Platz in der aussergewoehnlichen Form einer Muschel, der 1347 von weißen Marmorlinien in neun Scheiben geteilt wurde, Symbol für die Guelfische "Regierung der Neun". Der Platz, auf dem jedes Jahr der Palio stattfindet, ist von schlichten Palästen gotischer und mittelalterlicher Architektur umrahmt, während sich in der Mitte der wunderschöne Brunnen Fonte Gaia, ein Meisterwerk Jacopo della Quercias erhebt. Aus der blühenden Zeit der "Regierung der Neun" stammen auch die schönsten Monumente, die auf diesen Platz blicken: das Rathaus Palazzo Pubblico mit der Torre del Mangia und der zinnengekrönte Palazzo Sansedoni. Der Palazzo Civico und die Torre del Mangia, Symbole der Macht, sind aus dem 14. Jh. und bilden eins der besten italienischen Beispiele gotischer Architektur. Durch den Innenhof des Palastes betritt man das Museo Civico, eine wahre Schatztruhe mit Kunstwerken von Simone Martini, Ambrogio Lorenzetti, Pinturicchio, Salimbeni und von flämischen, holländischen sowie spanischen Malern. Auf der Via Pellegrini gelangt man zum Baptisterium von Siena, das im 14. Jh. als Taufpieve entstand. Das Baptisterium besitzt ein wunderschönes Taufbecken von Jacopo dalla Quercia, mit Basreliefs aus Bronze unter anderen auch von Donatello, Lorenzo Ghiberti und Giovanni di Turino. Wunderschön ist auch die Freske aus dem 15.Jh., die Abschnitte des Glaubensbekenntnisses und andere kirchliche Geschichten darstellt. Ueber eine Treppe aus dem 15. Jh. gelangt man zum Domplatz, der von der gewaltigen Fassade der Kathedrale aus schwarz-weißem Marmor überragt wird.
Der Dom ist einen Besuch wert dank seines wunderschönen Fußbodens, ein zwischen 1373 und 1547 realisiertes, erstaunliches Kunstwerk. Einzigartig in der Welt ist der in 52 Bilder geteilte und komplett mit Marmorintarsien und Gemaelden dekorierte Fußboden. Daran arbeiteten Künstler wie Pinturicchio, Matteo di Giovanni, Francesco di Giorgio und Domenico Beccafumi. Der Bau des Doms begann 1150 und endete erst im Laufe des 14. Jh.s. Die wunderschöne Fassade ist ein Werk von Giovanni Pisano und enthält auf der rechten Seite ein Rundbild von Donatello, das der Madonna del Perdono gewidmet ist. Der Innenraum der romanischen Kathedrale bewahrt wunderschöne Meisterwerke, wie die Statuen von Michelangelo auf den Seiten des Altars und die Madonna col Bambino von Jacopo della Quercia. Im Dom befindet sich auch die Bibliothek Libreria Piccolomini, ein großer von 1492 auf Wunsch des Bischofs Francesco Piccolomini erbauter Komplex, der den Papst Pio II ehren sollte, dessen Bücher hier aufbewahrt wurden. Die Bibliothek wurde zwischen 1505 und 1507 von Pinturicchio mit Fresken bemalt, die auf zehn Bildern das Leben von Pio II erzaehlen. Der Domplatz, religiöser Kern der Stadt, wird von anderen bedeutenden Gebäuden gesäumt, wie der Präfektur, dem erzbischöflichen Palast, dem Spedale Santa Maria della Scala, wo sich u.a. auch das archäologische Museum befindet. Das Spedale di Santa Maria della Scala ist ein großes Gebäude, das die Meisterwerke der größten Künstler aus Siena ausstellt. Es handelt sich um das erste Beispiel in Europa von einem Krankenhaus, das spaeter in einen belebten kulturellen Treffpunktpunkt umgewandelt wurde. Einen Besuch wert sind der große Krankensaal, "Ort der Pilger" genannt, in dem sich Fresken mit Motiven aus dem Alltag des Krankenhauses befinden, und die Kirche von Santa Maria della Scala, die im Jahr 1200 erbaut und in der Renaissance stark verändert wurde. In diesem Komplex befindet sich auch das Archäologische Nationalmuseum, das mit seinen Fundstücken aus der Altsteinzeit bis hin zur etruskisch-römischen Zeit einen interessanten Weg durch die historische und archäologische Entwicklung des Gebiets um Siena bietet. Zusammen mit dem Spedale di Santa Maria della Scala stellt das Museo dell¹Opera Metropolitana das vortreffliche System der Stadt Siena für die Erhaltnug von Kunstwerken dar. Das Museum wurde im Jahr 1879 von Rektor Cavaliere Ferdinando Rubini ins Leben gerufen und zeigt Kunstwerke aus dem Dom und aus auf dem Land verstreuten Klöstern, die geschlossen worden waren. Das Museum ist in 13 Säle gegliedert, und sein Stolz ist die "Maestà" von Duccio di Buoninsegna. Hier sind auch Meisterwerke der sienesischen Schule aufbewahrt, die Marmorskulpturen von Giovanni Pisano, eine wunderschöne Sammlung von Goldschmiedekunstwerken und die Skulpturen von Nicola Pisano, Donatello, Urbano da Cortona, Jacopo della Quercia. Aus dem 'Facciatone' des Museums kann man ein herrliches Panorama über die Stadt und die Umgebung genießen.






















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