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Der
Palio von Siena
Der
Palio ist das berühmteste Symbol Sienas geworden: der
tief verwurzelte
Kampfgeist, der die Stadt in 17 Stadtteile (contrade) unterteilt,
ist
wahrscheinlich das deutlichste Zeichen ihrer Identität,
die von einer
gewissen Animosität kennzeichnet wird wie alle toskanischen
Ortschaften.
Hier hat aber die traditionelle Teilung in Parteien eine
der schönsten
Veranstaltungen Italiens ins Leben gerufen.
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Der
Palio findet jedes Jahr am 2. Juli und am 16. August
auf der Piazza del
Campo statt, wenn die Viertel um ein, auch "cencio" genanntes
Drapeau
kaempfen. Der Palio am 2. Juli scheint der älteste
zu sein und wurde schon
im 17.Jh. erwaehnt, während der Palio vom 16. August
auf das Jahr 1701
zurückgeht. Der historische Umzug und das Pferderennen
sind nur die
Schlussveranstaltung einer langen und sorgfältigen
Vorbereitung, die mit der
Auslosung der 10 Viertel, die an dem Wettbewerb teilnehmen
werden, beginnt.
Sehr wichtig ist auch die so genannte "tratta",
die Zuteilung der Pferde an
die Stadtteile durch Auslosung, die drei Tage vor dem Palio
stattfindet.
Einmal ausgelost, wird das Pferd in das Viertel gebracht,
wo die Bewohner
(contradaioli) auf dessen Gesundheit und Unversehrtheit achten
- allen voran
der "barbaresco", der offizielle Hueter des Tieres.
Am Tag des Palio wird
man um 8 Uhr vom Bimmeln des "Sunto", der großen
Glocke des Torre del Mangia
geweckt; es folgen die Messe für alle Reiter und der
eindrucksvolle und
berührende Brauch der Segnung der Pferde, die in der
Kirche jedes Viertels
nach der Formel "gehe und kehre als Sieger zurück" stattfindet.
Dann geht es
an den Start: die Reiter, die ohne Sattel reiten, messen
sich in drei Runden
mit einer geradezu verrückten Geschwindigkeit, aber
die wahren Protagonisten
sind die Pferde, die auch "scosso", d.h. ohne
Reiter, gewinnen koennen. |
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